Workshop bei Kulor

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Wie gießt man Porzellan? Das war für mich die große Frage, die mir Sabrina von Kulor vor wenigen Tagen beantwortet hat. Bereits vor einigen Monaten habe ich von ihren Workshops in ihrem Atelier in Karlsruhe erfahren und mir war sofort klar, da möchte ich unbedingt hin. Denn man darf die Stücke, die man im Workshop herstellt, auch mit nach Hause nehmen. Aber fangen wir von vorne an...

Wir waren insgesamt 8 Mädels, die sich an diesem Tag bei Sabrina getroffen haben. Angekommen in ihrem schönen kleinen Laden, haben wir uns erstmal in aller Ruhe umgeschaut und inspirieren lassen, was es bei ihr zu kaufen gibt und was sie alles von Hand herstellt. Am liebsten hätte ich ihren gesamten Laden leer gekauft. Von Bechern, Schalen, Tellern, Vasen, bis zu hinzu Zuckerdosen, Lampen, Ohrringen, Ketten und noch vieles mehr, das alles lässt sich mit Porzellan herstellen. Ich war gespannt, wie genau das gehen soll, denn mit dem vorbereiteten Topf mit unserem Porzellan und den Werkzeugen konnte ich mir noch nicht so genau vorstellen, wie das funktioniert.

Jeder von uns hatte seinen eigenen Becher mit weißem Porzellan. Zusätzlich dazu gab es noch zwei weitere Farben, die wir für unsere Stücke verwenden konnten. Mit das wichtigste beim Gießen sind die Gipsformen, in die man die Flüssigkeit gießt. Man nimmt die gewünschte Gipsform und gießt die gesamte Form voll. Je nachdem wie lange man das Porzellan in der Gipsform stehen lässt, variiert die Dicke des Stücks, dass man herstellt. Jeder von uns startete mit einem Becher und war am Anfang doch etwas nervös wie das klappen sollte. Nach 4 Minuten war es dann soweit, alle mussten ihre Becherformen ausleeren und auf den Kopf zum trocken stellen. Nach wenigen Minuten, ist das Werkstück so hart, dass man den oberen Rand abschneiden und den Becher zum Trocknen stellen kann. Dann heisst es zusehen und warten bis das Porzellan in der Gipsform trocknet. Am Anfang ging das noch relativ schnell, allerdings je öfter man seine Gipsform gefüllt hatte, dauerte das manchmal auch bis zu 30 Minuten.

Insofern ist Porzellangießen nichts für Ungeduldige. Man muss sehr gewissenhaft und präzise arbeiten. Vor allem das Lösen des Werkstücks aus der Form muss ganz vorsichtig erfolgen, da sich sonst die gesamte Form verändern kann. Mitnehmen konnten wir unsere hergestellten Porzellanstücke noch nicht. Sabrina lackiert diese und brennt sie für uns in ihrem Ofen. Insofern heisst es, sich nochmals in Geduld zu üben... Ich bin schon sehr gespannt, wenn ich meine Becher und Schalen bei ihr abholen kann!

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